Wissenschaftsstandort Stralau
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Stralau war früher ein wichtiger Standort für die internationale Wasserbauforschung. In den Häusern Alt Stralau 44 und 20 befanden sich bis zum Jahr 2000 Büros und Versuchslabore der einstigen "Forschungsanstalt für Schifffahrt, Gewässer und Bodenkunde" der DDR. Die Einrichtung gehörte zu den wenigen Instituten, deren Aufgabe nach der Wiedervereinigung direkt weitergeführt wurden. Aufgrund von politischen Überlegungen musste sie um das Jahr 2000 nach Thüringen umziehen. Die Geschichte der Anstalt reicht zurück in das Jahr 1903. Damals gründete der preußische Staat die "Preußische Versuchsanstalt für Wasserbau". Durch die Teilung Berlins wurde auch die ehemalige Versuchsanstalt 1951 geteilt. Ein Dienstsitz blieb in Westen. Im Ostteil der Stadt gründete die der DDR eine neue Anstalt für Forschungen rund ums Wasser. Die Forschungsanstalt erhielt 1953 das Dienstgebäude in Stralau. Der funktionale Bau im sogenannten 'Nationalstil' beherbergte die Leitung der Forschungsanstalt, die Fachbibliothek und die Modellwerkstatt. Verbesserungen an den Flussläufen, die Erprobung von Talsperren und Binnenschiffe wurde hier zentral für die DDR entwickelt.